3 gute Gründe warum öfter Karpfen auf dem Speiseplan stehen sollte:

Karpfen ist gesund

Sämtliche Ernährungsberater empfehlen zumindest 2 Mal pro Woche Fisch zu essen und da ist der Karpfen mit seinem Eiweißanteil von ca. 20% eine wertvolle Proteinquelle.

Auch wenn dem Karpfen der Ruf vorauseilt sehr fett zu sein, kann man ohne schlechtes Gewissen zugreifen, da der Großteil des Fetts aus den gesunden Omega 3 Fettsäuren besteht.

 

Karpfen ist eine regionale Spezialität

Achten Sie beim Karpfen auf Bio-Qualität aus heimischen Gewässern!

Während die Meere schon weitgehend überfischt sind, ist Karpfen in den Teichen zur Genüge vorhanden, und die Teichwirte sorgen dafür, dass sie in ihren Teichen auch in Zukunft genug Karpfen abfischen können.

Bio-Karpfen haben in Ihren Teichen genug Platz pro Fisch zur Verfügung, was sich merklich auf sie Qualität des Fischfleisches auswirkt.

 

Karpfen schmeckt köstlich

Die Zeiten als Karpfen schlammig – vulgo „grundelt“ – schmeckte, sollten eigentlich vorbei sein. Karpfen die genug Platz in ihrem Teich haben, und nicht des Profits wegen mit zu viel Getreide gemästet werden, ernähren sich von Insektenlarven, Plankton, Wasserflöhen und ähnlichen Kleinstlebewesen und grundeln nicht nach Algen herum. In der Karpfenzucht hat in Österreich mittlerweile ein Umdenken stattgefunden, und es wird großteils Qualität vor Quantität produziert.

 

Karpfen küchenfertig vorbereiten

Den Weihnachtskarpfen können wir uns natürlich vom Fischhändler unseres Vertrauens küchenfertig vorbereiten lassen. Wie wir mit ein paar einfachen Schnitten einen Karpfen selber zerlegen und schröpfen, zeigen wir Ihnen im Video:

Die geschröpften Filets und die „Hufeisen“ eignen sich für Karpfen gebacken nach Wiener Art (paniert mit Mehl, Ei und Bröseln), oder „serbisch“ in Mehl gewendet und gebraten mit Knoblauchbutter. Meine Chefin verwendet da gerne Buchweizenmehl um einen leicht nussigen Touch zu erzielen. Das Buchweizenmehl ist auch bei Glutenunverträglichkeit geeignet.

 

 

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Was aber machen wir mit Kopf, Schwanz und Rückgrat?

Wir kochen uns mit Gemüseschnipseln eine Suppe daraus, die wir dann weiter veredeln können. Ich sammle sämtliche (Bio-) Gemüseschnipsel in einem Tiefkühlsackerl: Zwiebelschalen, das grüne vom Lauch, Zellergrün, Wurzelwerk etc. Da gibt es kein fixes Rezept. Verwendet wird alles, das grad da ist.

Mit dem Inhalt dieses Sackerls werden dann die Fischreste gründlich ausgekocht. Den Kopf bitte von den Kiemen befreien bevor er in den Topf kommt, sonst wird die Suppe tranig.

Lorbeerblätter und Pfefferkörner kommen auch hinein, und wenn man einen Schärfekick möchte eine Chilischote.

Die Suppe wird abgeseiht, und entweder gleich weiterverwendet, oder für einen späteren Einsatz eingefroren.

 

Halászlé

Wenn mein bester Freund im Sommer am Balaton seinen Geburtstag feiert, steht unter anderem immer eine scharfe ungarische Fischsuppe am Programm. Die Fische können hier variieren. Verarbeitet wird alles, was dem Fischer ins Netz gegangen ist. Wir verwenden in diesem Fall Karpfen, auf dass nichts verschwendet wird.

 

  • ½ kg Karpfenfilet in mundgerechte Stücke geschnitten.
  • 1l Karpfensuppe wie vorher beschrieben
  • 2-3 Zwiebel je nach Größe
  • 3-5 Zehen Knoblauch
  • 2-3 Paprika (im Idealfall ungarische hellgelbe Spitzpaprika)
  • 2 EL Paradeismark
  • Schmalz oder Öl zum anbraten
  • Edelsüßes und scharfes Paprikapulver nach Geschmack (in Ungarn mehr scharfes)
  • 2 Lorbeerblätter

 

Zwiebel fein hacken, und im Fett goldgelb rösten, in Streifen geschnittene Paprika und Paradeismark hinzufügen und weiterrösten.

Den Topf vom Feuer nehmen, Paprikapulver unterrühren, und mit der Suppe ablöschen. Die Suppe wieder aufkochen, Hitze reduzieren und mit dem Lorbeer und dem gepressten Knoblauch weiterziehen lassen.

Die mundgerechten Filetstücke einlegen, und in der Suppe garen.

Zur Halászlé passt am besten Weißbrot und ein Bier.

 

Frohe Weihnachten!

Wohl bekomm’s und gutes Gelingen!

 

Quellen:

Weisheiten aus dem Fischvierterl am Naschmarkt und persönliche Erfahrung vom #genussmichl

Fotocredits: pixabay.com

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