I liassert Kirschen fia di wachsen ohne Kern

 

 

…sang Karl Hodina in einem der schönsten Liebeslieder aus Wien. Sinnlich süß und begehrenswert sind sie, die runden roten Früchte, und sie treten meistens paarweise auf, was sie zur perfekten Frucht für einen romantischen Abend mit jemandem macht, mit dem gut Kirschen essen ist.

Im Mittelalter waren Kirschen noch selten und teuer. Kirschbäume waren in Klostergärten und in den Gärten reicher Leute gepflanzt. Die Priviligierten naschten Kirschen auch um ihren Status zu zeigen, und machten sich häufig einen Spaß daraus mit den Kernen nach der armen Bevölkerung zu spucken. Mit denen war „nicht gut Kirschen essen“

 

Wie gesund sind Kirschen?

Kirschen sind eine kalorienarme Nascherei.
Außerdem sind sie reich an Ballaststoffen, die die Verdauung anregen. Omas Rat , dass man nach dem Genuss von Kirschen kein Wasser trinken soll, ist aber eine Legende. Empfindliche Menschen können mit Blähungen reagieren, die aber auch beim Genuss von anderem Obst auftreten können.

Das Kalium der Kirsche trägt zur Entgiftung des Körpers bei und unterstützt so unsere Leber. Antibakterielle Inhaltsstoffe sind gut für unsere Zähne, weil sie der Bildung von Zahnbelag entgegenwirken. Jetzt wissen wir auch warum der Hackler in Georg Danzers „Hupf in Gatsch!“ Kirschen gegen den Mundgeruch isst. Wegen der Fruchtsäure sollte man nach dem Genuss von Kirschen mit dem Zähneputzen etwas abwarten, da der Zahnschmelz nun empfindlicher ist.

 

Kirschen entsteinen

Als Kinder haben wir den „Spuckkuchen“ geliebt, und waren immer froh, wenn Mama das Entsteinen der Kirschen zu aufwändig war. Mit einem einfachen Trick hält sich der Aufwand aber in überschaubaren Grenzen: man legt die Kirsche auf die Öffnung einer Flasche und stößt mit einem Essstäbchen durch die Frucht. Der Stein landet in der Flasche, die Frucht im Kuchen.

 

Spuckkuchen

 

 

  • ½ kg Kirschen (wenn man sie entsteint nimmt man den Kindern den Spaß am Weitspucken)
  • 1/4kg Butter
  • 1/4kg Mehl
  • 1/4kg Staubzucker
  • 50g Maisstärke
  • 5 – 6 Eier je nach Größe
  • 1 Packerl Vanillezucker
  • Etwas geriebene Kuvertüre nach Geschmack

 

Backrohr auf 180° Heißluft vorheizen.
Die Eier trennen und das Eiklar mit der halben Zuckermenge steif schlagen. Butter, Dotter und den Rest vom Zucker schaumig rühren, Mehl und Maisstärke miteinander sieben und dazu mischen, Kuvertüre einstreuen, Eischnee unterheben.
Das Backblech mit Backpapier auslegen und die Masse darauf aufstreichen. Mit den Kirschen belegen, und 15 – 20 Minuten backen. Auskühlen lassen und servieren. Wir wünschen gutes Gelingen und den Kindern viel Spaß 😊

 

Kirschen-Chutney

Die Kirsche muss aber nicht immer süß verarbeitet werden. Im Grundkurs Kochen vom Falter  haben wir folgendes Rezept für ein Kirschen-Chutney gefunden, das ausgezeichnet zum Käse passt, und auch bei der Grillparty eine gute Figur macht:

Zwei Kilo Kirschen waschen, entsteinen und dann mit 300 g Zucker und einem TL Salz eine Stunde ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Schale von zwei Biozitronen in Zesten reißen, die Nadeln von drei Rosmarinzweigen abzupfen und grob hacken.
Nun die Kirschen aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren, Zesten, Rosmarinnadeln, ein bisschen Chili, zwei Zimtstangen, vier Nelken, 400 ml Rotweinessig und den Saft der beiden Zitronen dazugeben. Alles langsam einkochen lassen. 100 g Gelierzucker dazu, noch einmal aufkochen lassen und mit schwarzem Pfeffer abschmecken.
In Einmachgläser füllen und sich auf Ganzjahreskirschen freuen.

aus dem Falter

 

Hier noch ein spannender Beitrag aus Claudia Nichterls Blog für den Kurier:
https://lust-auf-oesterreich.at/puenklich-zum-sommerbeginn-suesse-gruesse-vom-kirschenbaum/401420169

 

Und weil’s fast schon Standard bei uns hier noch einige Rezepttipps aus dem Falstaff:
https://www.falstaff.at/nd/best-of-rezepte-mit-kirschen/

 

 

Wohl bekomm’s und gutes Gelingen!

 

Quellen: falter.at, Lust auf Österreich, falstaff.at, ichkoche.at
Fotocredits: pixabay.com 

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