Es ist heiß und feucht und schon schießen Sie aus dem Boden!
Was für eine tolle Jahreszeit 🙂

Ich liebe Steinpilze – dieses Aroma ist unvergleichlich: nussig, mild und dennoch Intensiv.
Wer noch nie frische Steinpilze probiert hat, hat eine Geschmacks-Explosion am Gaumen verpasst.

Und wie sieht er denn aus, der Gute?

  • Charakteristisch ist ein bis zu 20 cm langer Stiel, der am Ansatz bauchig ist und sich nach oben hin immer weiter verdünnt.
  • Der Hut ist feinfilzig und wird immer schmieriger und feuchter, je älter er wird.
    Junge Steinpilze weisen einen halbkugelförmigen Hut auf, der später flacher und breiter wächst.
  • Der Stiel ist hell, die Kappe irgendwo zwischen hell- und dunkelbraun, meist wird sie zum Hutrand hin heller.
  • Die Röhren des Steinpilzes sind anfänglich weiß und verfärben sich später bis olivgrün.
  • Das Fleisch des jungen Steinpilzes ist sehr fest und weiß.
    Die Konsistenz lässt jedoch mit dem Alter nach und wird allmählich immer schwammiger.

Schmeckt nicht nur gut, gesund ist er auch noch!
Der Wassergehalt von Steinpilzen ist bis zu 90 % – kein Wunder, dass er es da grad mal auf 30 kcal / 100 gr bringt. Und viele Vitamine (D, E und Mineralstoffe) enthält er auch.

Dass man Steinpilze trocknen kann ist bekannt. Aber haben Sie schon mal probiert getrocknete Steinpilze zu mahlen und als Gewürz, zB für Soßen, Suppen oder Salate zu verwenden?
Einfrieren geht auch, ist aber wenig sinnvoll, da sie dadurch einen Großteil ihres Geschmacks einbüßen.

Selbstverständlich sollten Sie pfleglich mit den Pilzen umgehen. Zuerst mal alles Schadhafte oder Faule wegschneiden. Und dann: Waschen mögen sie gar nicht, da saugen sie das Wasser auf und werden schwammig. Aber mit einem feuchten Schwamm abwischen oder mit einer (Pilz-)Bürste “streicheln” – da zeigen sie sich dann in ihrer ganzen Pracht.

Ich mag Steinpilze am liebsten auf zwei Arten:

  1. gebraten – einfach so!
    Nicht allzu dünnblättrig schneiden und mit einer ganz fein gehackte Schalotte oder einer fein gehackten Knoblauchzehe in etwas Olivenöl braten.
    Mit 1/8 Weißwein ablöschen und mit Petersilie würzen und so lange dünsten lassen, bis die Flüssigkeit fast ganz verdampft ist.
    Saugut!
    Wer’s noch feiner mag, reibt direkt in die noch ganz heißen Pilze ein bisschen Parmesan – zum Niederknien!
  2. Tagliatelle mit Steinpilzen in Obersauce
    Wie unter 1. aber mit flüssigem Schlagobers verfeinern, salzen, pfeffern und unter die bissfesten Tagliatelle mischen – köstlich!!!

So, ich hoffe, Ihnen jetzt wie mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen und Sie gehen morgen auf den Markt frische Steinpilze einkaufen.
Wenn Sie sie selbst sammeln (max. 2 kg / Person / Tag) – bitte ganz sicher sein, dass sie die richtigen Pilze mitnehmen. Sonst lieber beim Marktamt ansehen lassen.

Wohl bekomm’s!