Tag der scharfen Sauce

Es gibt ja immer einen Grund für einen Feiertag und so wird am 22.1. der Tag der scharfen Sauce zelebriert.

Scharfe Saucen finden sich etliche im Supermarkt, aber leider lässt die Qualität oft zu wünschen übrig. Wir haben uns auf die Suche nach natürlich verarbeiteten scharfen Saucen gemacht und sind, wie so oft, auf unseren Märkten fündig geworden. Samstag ist Markttag, und da ist Bauernmarkt am Naschmarkt und am Karmelitermarkt.

 

Chilisaucen vom Rauscher

 

 

Seitlich vom Marktamt am Naschmarkt befindet sich der Stand der Familie Rauscher, ein Familienbetrieb der allerlei Gemüse, von Frau Rauscher selber gebackene Kuchen, geräucherten Knoblauch und vor allem ein großartiges Sortiment an Chilis und Chiliprodukten anbietet.

Die Familie Rauscher bewirtschaftet 20 Hektar Anbaufläche. „Zum leben z’wenig, zum sterben z’vü“ also war eine Spezialität gefragt.

Der Senior hat schon immer gerne Pfefferoni gegessen. Die waren mild, aber einmal hat er einen erwischt, der höllisch scharf war, und so ist er auf den Geschmack gekommen. Er begann mit Chilis zu experimentieren.

Die Chilisauce des Weltmarktführers ist ja eher ein Essigwasser, und ebendiesen Essiggeschmack wollte er nicht. Fermentieren war die Lösung. Die Chilisaucen vom Rauscher sind natürlich vergoren und schmecken wirklich nach der verwendeten Sorte. Haltbar sind die Saucen weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Sie reifen eventuell ein wenig nach, die Schärfe wird dadurch ein wenig abgerundet.

Auf jeden Fall sollte man die Chilisauce dunkel lagern weil Sonnenlicht die Farbe zerstört. Ich lagere angefangene Chilisaucen im Kühlschrank. Herr Rauscher hat noch ein Flascherl aus den Anfangszeiten und das schmeckt auch nach 7 Jahren ausgezeichnet.

Teufelsfeuer ist die Sauce für Einsteiger, die man immer dann verwendet, wenn im Rezept das Essigwasser von T angegeben ist. Im Sortiment gibt es auch noch die gelbe fruchtige Monkey Face und die 3 schärfsten: Bhut Jolokia, Trinidad Scorpion und Carolina Reaper.

Meine Lieblingssauce ist die von der Schoko Habanero mit ihrem Hauch von Kakaoaromen. Die passt vor allem zu Chili con Carne ganz ausgezeichnet.

Derzeit werden Dragonbreed Pflänzchen vorgezogen, die schärfste Chili der Welt. Im April kommt die Drachenbrut samt Geschwistern in große Töpfe (15 l pro Pflänzchen), und im Herbst werden wir die Ergebnisse verkosten.

 

 

Chili con Carne

  • 1/2 kg Rindfleisch (Schulter)
  • Chili je nach gewünschtem Schärfegrad
  • 1 Zwiebel
  • 2 Dosen Kidneybohnen
  • 1 Dose Kukuruz
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Dose gewürfelte Paradeiser
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 Rippe Bitterschokolade (70% Kakao)
  • Öl zum Braten
  • Etwas Suppe
  • 1 Zweigerl Bohnenkraut
  • Salz, Pfeffer

 

Zwiebel und Paprika in kleine Würfel schneiden, das Fleisch klein schneiden (fast wie Faschiertes). Zwiebel, Paprika, Chili und Fleisch im Öl anrösten, mit Suppe ablöschen. Paradeiser dazugeben, Knoblauch hineinpressen, mit Lorbeer und Bohnenkraut würzen.

Ungefähr ½ Stunde köcheln, dann die abgetropften Bohnen, den Kukuruz und die Schokolade dazugeben Noch kurz köcheln, mit Salz und Pfeffer abschmecken, ziehen lassen und mit Brot servieren. Mit Rauschers Schoko-Habanero Sauce nachschärfen.

Zum Chili passt am besten Bier.

 

 

Sweet Chili vom Peter von Peter’s Land

 

 

Auf der Seite von der Garage findet man jeden Samstag am KarmeliterMarkt das Standl von Peters Land.

Peter ist eigentlich der Spezialist für Paradeiser und deren Verarbeitung. Hier gibt es das beste Ketchup aus vollreifen Bioparadeisern denen nur 9% Zucker zugesetzt wird. Im Vergleich dazu hat industrielles Ketchup bis zu 40% Zuckerzusatz. Peter garantiert dass seine Produkte frei von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen sind.

Der Ketchup-Meister isst gerne asiatisch und war mit den angebotenen Sweet Chili Saucen äußerst unzufrieden. Also war es an der Zeit sich die Sauce selber zuzubereiten. Wasser, Zucker, Essig, Chili und Knoblauch – mehr braucht es dafür nicht. Als Geliermittel verwendet Peter das natürliche Steinsalz Xanthan.

Die Sauce ist perfekt für die asiatische Küche oder ganz einfach zum Dippen. Ich verwende sie gern zum Marinieren von Hendlflügerln und -haxerln

 

Marinade für Hendlflügerln und –haxerln vom Grill

 

 

  • 2 EL Sweet Chili vom Peter
  • 2 EL Bratöl
  • 1 Schuss Sojsauce
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Honig

 

Alle Zutaten vermischen und die Hendlteile damit marinieren.

Ziehen lassen während man die anderen Vorbereitungsarbeiten macht (Salat, Griller anheizen, Aperitiv trinken etc.) und dann ab auf den Rost.

 

 

Dazu passt Safran- oder Curryreis und ein kräftiger Rosé wie z.B. „Pia und die starken Männer“ vom Weingut Strehn in Deutschkreuz oder die fruchtige Asia Cuvée vom Mayer am Pfarrplatz in Nussdorf.

 

Wohl bekomm’s und gutes Gelingen!

 

 

 

Quellennachweis: #genussmichl

Fotocredits: pixabay.com, Gabriele Klima

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