Beschränkte Auswahl, nur Rüben oder bitter?

 

Mit diesem Irrglauben werden wir heute gründlich aufräumen, denn es gibt ganz viel Gemüse, das im Winter geerntet werden kann und das nicht nur gut – und auch nicht bitter – schmeckt und noch dazu jede Menge Vitamine liefert.

 

In Teil 1 haben wir uns den Salaten und Blattgemüsen gewidmet.
Die Kohl-Gemüse kamen in Teil 2 dran.

Und heute sind wir endlich bei dem gelandet, was die meisten Menschen als Wintergemüse im Kopf haben: bei Rüben und Wurzeln.
Aber auch da gibt’s einiges zu entdecken!

 

Rüben und Wurzeln

 

 

Karotten und Rüben
In allen Farben und Formen, zB Rote Rüben, Karotten, Gelbe Rüben, …
Besonders gern mag ich die Karotten mit dunkelrot-violetter Haut, weil sie so viel Farbe ins Essen bringen. Oder probieren Sie doch mal Ochsenherz-Karotten – ihr Aroma ist unschlagbar!
Wer kennt ihn nicht, den Rote-Rüben-Salat! Aber auch wunderbare Suppen, zB Borschtsch, lassen sich damit zaubern. Oder einfach roh, dünnblättrig in den Salat geschnitten, gleich zusammen mit den vitamin- und ballaststoffreichen Blättern, geben Sie Ihrem Salat einen frischen Kick.
Borschtsch wollten Sie schon immer mal probieren? Bitte sehr – hier ist ein Original-Rezept – so wird jedenfalls behauptet 🙂

Pastinaken

Bildquelle: https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/gemuese/pastinake

 

 

Mit ihrem süßlich-nussigen Geschmack ist sie ein ideales Wintergemüse.
Sie ist reich an Kohlenhydraten, Mineralstoffen wie Kalium und B-Vitaminen. Um Pastinaken frisch zu halten, sollten sie kühl gelagert werden, da sie sonst leicht austrocknen können.
Als „Allrounder“ können sie gekocht, gebraten, püriert oder roh verwendet werden. Dünn geschnitten passen rohe Pastinaken gut in Salate.
Das Frittieren der übrigen Schale lässt vermeintliche Reste zu einem knusprigen Snack werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Haferwurzel
Alt, selten und selten gut!
Und man kann die ganze Pflanze essen! Ja, auch die grünen länglichen Blätter.
Sie enthält sehr viel Mineralstoffe und hat dadurch ein leichtes Austern-Aroma.
Gut abbürsten und abwaschen, dann auf ein Blech, gute 20 Minuten bei 160 Grad ins Rohr und dann einfach schmecken lassen.
Natürlich haben wir auch hier wieder einige Rezepte für Sie gefunden!

Schwarzwurzel vulgo „Winterspargel“
Liebe Altbekannte vom Heurigen!
Tipp zur Zubereitung: Möchten Sie Schwarzwurzeln kochen, muss das Gemüse zunächst geputzt und geschält werden, dabei am besten Gummihandschuhe tragen, da die Wurzel einen milchigen Saft abgibt, der die Hände verfärben kann. Nach dem Schälen sollten die Stangen rasch in Essig- oder Zitronenwasser gelegt werden, um eine dunkle Verfärbung zu vermeiden, welche die Schwarzwurzeln weniger appetitlich aussehen lässt.
Ein außergewöhnliches Rezept finden Sie hier „Schwarzwurzeln mit Haselnusskruste

Yakún vulgo „Inka-Wurzel“
Noch nie gehört? Ich bis zum letzten Frühjahr auch nicht. Da haben wir von Wolfgang Palme von der City Farm Augarten eine Pflanze erstanden, eingesetzt, den ganzen Sommer über gehegt und gepflegt und ihr Wachstum mit Argus-Augen bewacht. Aus dem zarten kleinen Pflänzchen ist ein wahres Monstrum geworden (liegt wohl an unserer Erde im Garten) und hat unserem zarten Ahorn-Bäumchen fast die ganze Sonne genommen. Wir haben bis Mitte Oktober auf die versprochene schöne gelbe Blüte gewartet. Die kam leider nicht und wir haben Sie gegen Ende Oktober geerntet mit durchaus gutem Erfolg, denn immerhin lagen dann etliche längliche Knollen in unserem Korb. Mittlerweile wissen wir, dass man mit der Ernte bis zum ersten Frost warten soll. Aber es hat auch so geklappt.
Die Pflanze ist aus den Anden zu uns gekommen, wo sie schon seit Jahrhunderten angebaut wird. Sie ist eine Zuckerwurzel, die man einfach so aufschneiden und roh essen kann. Die Wurzel enthält aber auch sehr viel Zucker und passt gut in Salate.
Was uns auch neu war – man kann alles von der Pflanze verwenden, also aus den großen grünen Blättern auch ein schmackhaftes Gericht, ähnlich Spinat zubereiten.
Roh ist sie saftig mit erfrischendem Geschmack.
Gesund ist sie auch! So wird ihr zB verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt, ebenso soll sie eine Senkung des Blutdrucks unterstützen. Besonders gut soll sie zur Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen und daher für Diabetiker besonders geeignet sein.
Mehr dazu sowie einige Rezepte finden Sie hier.

Radieschen
Sind, glaube ich, hinreichend bekannt. Meist werden sie in der kalten Jahreszeit im Folientunnel gezogen. Aber: Folientunnel ist etwas anderes als Glashaus!
Häufig wirft man „das Grüne“ weg oder füttert bestenfalls noch die Meerschweinchen damit. Aber probieren Sie die Blätter doch einfach mal in einen grünen Smoothie – sehr gschmackig.

Kurkuma vulgo „Gelbwurz“

Bildquelle: https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/gewuerze/kurkuma

 

 

Ja, die „Wunderwurzel“ wächst auch bei uns. Nur haben die Asiaten deren Wirkung wohl wesentlich früher und intensiver erforscht…
Jedenfalls hilft es bei Verdauungsbeschwerden, beruhigt den Magen, fördert die Fettverdauung und wirkt leicht entzündungshemmend. In Kombination mit einer Prise schwarzem Pfeffer soll die Aufnahme und die Wirkung um bis zum 20-fachen gesteigert werden können.
Außerdem lässt es sich mit Kurkuma auch bisschen mogeln 🙂 Das Gewürz schmeckt zwar anders, färbt aber ähnlich intensiv wie Safran und kostet nur einen Bruchteil davon.
Jedenfalls gibt es sie auch bei uns frisch. Wie Ingwer reiben und zu Karottengemüse dazugeben schmeckt und macht auch noch eine schöne Farbe!

 

 

 

 

 

 

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Jungzwiebel
Für die jetzt frischen Jungzwiebel findet die Aussaat / Anbau schon Mitte bis Ende August statt. Und sie schmecken wunderbar!
Im Winter sind die Jungzwiebel nicht so scharf wie im Frühjahr, weil sie wesentlich mehr Zucker einlagern. Das gibt ein ganz anderes Geschmacksbild bei ein und derselben Sorte im Frühjahr und im Winter. Probieren Sie’s aus!

 

So, das war’s mal etwas ausführlicher zu den Wintergemüsen. Die Jahreszeit ist gar nicht so grau und langweilig, wie oft behauptet wird – nicht wahr?
Also lassen Sie es sich schmecken und wie immer – ein herzliches

 

Wohl bekomm’s!

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