Danke für eine gute Ernte!

 

Im Herbst 1621 landeten die Pilgerväter bei Plymouth Rock in Massachusetts, und wurden von den Einwohnern freundlich aufgenommen. Sie feierten gemeinsam mit den Wampanoag ein drei Tage dauerndes Erntedankfest – so will es die Legende.

Im Nachhinein betrachtet finden die Wampanoag an der Ankunft der Pilgerväter keinen Grund zum Feiern mehr. Sie wurden durch von den Siedlern eingeschleppte Krankheiten und Kriege stark dezimiert, und landeten schließlich im Reservat.

Historisch belegt ist die Feier zwar nicht, die US-Amerikaner und Kanadier führen aber ihren wichtigsten Feiertag auf dieses Fest zurück.

Zu Thanksgiving kommt traditionell die ganze Familie inklusive Großeltern, Onkeln und Tanten etc. aus allen Teilen der Welt zusammen.

Thanksgiving ist immer am vierten Donnerstag im November.
Die meisten Arbeitnehmer verlängern das Wochenende, und nehmen sich auch den Freitag frei. Für den Handel ist der „Black Friday“ ein wichtiger Tag, an dem oft großzügige Rabatte gewährt werden, und das Weihnachtsgeschäft beginnt.

Der große Moment des Thanksgiving Wochenendes ist das Thanksgiving Dinner am Donnerstag Abend.

 

 

Das traditionelle Thanksgiving Dinner

 

 

Am Beginn des Thanksgiving Dinners steht meist ein Tischgebet und alle sagen wofür sie in diesem Jahr besonders dankbar sind. Weitere verschiedene Rituale sind in den meisten Familien üblich, Geschenke wie zu Weihnachten gibt’s aber eher nicht.

 

 

Der Hauptdarsteller auf dem festlich gedeckten Tisch ist ein Truthahn, der nicht das Glück hatte vom Präsidenten der USA begnadigt zu werden. Der riesige Vogel wird meist gefüllt, und im Rohr stundenlang gebraten. Dazu serviert man traditionell Potato Mash (Erdäpfelstampf), Cranberry Sauce, herbstliche Gemüse wie Süßkartoffeln und Kürbis, die Bratensauce Gravy,  und manchmal auch Süßes wie gebratene Marshmallows.

 

 

Gebratener Truthahn mit Dörrobst Fülle

 

 

Auf ichkoche.at haben wir eine besondere Art der Füllung für den Festtagsbraten gefunden:

  • 1 Pute (klein, ca. 2 1/2 kg, küchenfertig)
  • 200 g Dörrobst (Zwetschken, Marillen, Äpfel, Birnen)
  • 100 g Weißbrot (altbacken)
  • 500 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 TL Zimt
  • 2 Karotten
  • 3 Zwiebel
  • 500 ml Hühnersuppe
  • 1 EL Maisstärke ( ersatzweise Erdäpfelstärke)
  • Salz
  • Pfeffer

 

Das Dörrobst in einem kleinen Topf mit Wasser bedeckt einmal aufkochen lassen und beiseite stellen.

Den Truthahn innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Weißbrot in Würfelchen schneiden und mit kochender Milch übergießen.

Dörrobst abseihen und ebenfalls in Würfelchen schneiden und mit den Semmelwürfeln vermischen. Das Ei unterrühren, den Zimt dazugeben und nochmals nachwürzen.

Den Truthahn mit dieser Masse füllen und in einen Bräter legen. Die Karotten und die Zwiebel schälen, in Stücke schneiden und mit der Hühnersuppe in den Bräter dazu geben. Den Truthahn bei ca. 200 °C je nach Größe / Gewicht ungefähr 2 1/2 Stunden braten. Dabei immer wieder mit dem ausgetretenen Saft übergießen. Den Truthahn aus dem Bräter nehmen und warm stellen.

Den Saft mit den zerkochten Gemüsewürfel durch ein Sieb in einen Kochtopf passieren und mit der Maisstärke binden. Nochmals abschmecken.

Den Truthahn mit Dörrobst-Füllung auf einer Platte anrichten und die Soße extra reichen.

Für den Potato Mash mehlige Erdäpfel schälen, kochen und ausdampfen lassen. Butter in Milch schmelzen und die ausgedampften Erdäpfel darin zerstampfen. Die Konsistenz sollte etwas fester sein als bei einem klassischen Erdäpfelpüree.

Für die Cranberry Sauce Cranberries mit braunem Zucker und Wasser aufkochen. Säuerlichen Apfel dazu reiben (ungefähr so viel wie Cranberries) und 15 Minuten köcheln. Mit Saft und Zeste von einer Bio-Orange abschmecken.

Mmmhhh, uns läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen!

 

 

Das klassische Dessert beim Thanksgiving Dinner ist

Pumpkin Pie

 

Pumkin-Pie

 

Auch dafür haben wir uns bei ichkoche.at schlau gemacht, um Zutaten zu verwenden, die in Österreich leicht erhältlich sind.

 

Für den Mürbteig:

  • 125 g Butter
  • 1/2 TL Salz
  • 250 g Mehl
  • 4 EL Wasser (kalt)

 

Für den Belag:

  • 150 ml Milch
  • 150 ml Schlagobers
  • 1/2 TL Muskatnuss (gerieben)
  • Puderzucker
  • 1/2 TL Ingwer(gemahlen)
  • 750 g Kürbisfleisch (gelbrot)
  • 1 TL Zimt(gemahlen)
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Zucker
  • Mandelstifte
  • 3 Eier

 

Teig zubereiten:
Für die Pumpkin-Pie zunächst den Teig zubereiten. Dazu Mehl, 1/2 TL Salz und die in kleine Würfel geschnittene Butter auf die Fläche geben und mit einem großen Küchenmesser durchhacken. Nach und nach das kalte Leitungswasser darüber tropfen und weiterkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Diesen in eine Folie rollen und 1 Stunde erkalten lassen.

Eine Tortenspringform (26 cm ø) mit dem gekühlten Teig ausbreiten, den Rand hoch ziehen. Die Form abgedeckt nochmals kühl stellen, bis der Belag fertig ist.

 

Den Belag zubereiten:
Den Kürbis schälen und in kleine Würfel schneiden. Das Kürbisfleisch in einem Viertel Liter Leitungswasser am Herd weichkochen. Den Kürbis noch heiß mit dem Mixer pürieren und unter Rühren zu einem dicken Püree einkochen lassen. Erkalten lassen.

Das Kürbismus mit Salz, Zucker, Zimt, Muskat und Ingwer nachwürzen. Die Eier leicht verrühren und unter das Kürbismus ziehen. Magermilch und Schlagobers zusammengießen und in das Kürbismus unterheben.

Die Tortenform mit dem gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Diese Mischung auf den Teig gießen und 25 Minuten bis eine halbe Stunde im Ofen bei 200 °C backen.

Die fertige Pumpkin-Pie herausnehmen, auskühlen lassen und mit gerösteten Mandelstiften und Staubzucker bestreuen.

 

Welche Getränke passen zum Thanksgiving-Dinner?

Wer uns kennt weiß, dass kein Menü vollständig ist ohne passende Getränke-Tipps dazu.

Beginnen würden wir mit einem Cranberry Gin-Tonic – seeehr gschmackig!

 

 

 

Welchen Wein zum Truthahn?

In den USA wird Kalifornischer Chardonnay empfohlen. Der hat allerdings meist dank Holzchips viel zu kräftige Barriquenoten.

Wesentlich besser mit dem Eichenfass umzugehen hat Pia Strehn in der Provence gelernt. Der Elefant im Porzellanladen ist ein Rosé mit feinen Barriquenoten, der zum Festtagsbraten ein grandioser Begleiter ist.

 

 

 

Wohl bekomm’s und gutes Gelingen!

 

Thanksgiving

 

Quellennachweis: wikipedia.org, ichkoche.at Truthahn-Rezept, ichkoche.at Pumpkin-pie, strehn.at

 

Fotocredits: pixabay.com

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